Stonehenge - berechenbar
Von Stonehenge habe ich für jeden Tag des Jahres die aktuelle Schattenlänge des Sonnenhöchststandes in ein Tabellenkalkulationsprogramm eingegeben. Die Auswertung der täglichen Schattenlänge zeigt das eigentliche Geheimnis von Stonehenge.
 
 
Bild 1: Jahresverlauf der täglichen Schattenlängen von Stonehenge.
 
Eine solche Übersicht (jährliche Schattenlängen) hat niemand vor mir erstellt. Die Schattenlängen im sinusförmigen Jahresverlauf zeigen deutlich den kalendarischen Charakter von Stonehenge. Hier existiert für jedermann sichtbar eine Sinustabelle. Das ist eine kleine Sensation. Bisher ging die Archäologie davon aus, dass weltweit nur indische Sinustabellen existieren. Die Herleitung des Inhalts der indischen Sinustabellen war unbekannt.
 
Jede einzelne Schattenlänge beginnt täglich auf der X-Achse (0,00 m). Der Sommeranfang hat z.B. einen kurzen Schatten von ca. 0,53 m. Der Winteranfang hat den längsten Schatten von ca. 3,64 m.
Wird für die Auswertung der 365 Tage im Jahr jeweils eine Markierung gesetzt, so erhält man eine Länge von 3,64 m (0 - 364 Markierungen).
 
Der kürzeste Schatten von Stonehenge beschreibt mit ca. 0,53 m die Länge der Königselle oder Pi geteilt durch 6 (Pi/6) in Metern.
 
Der längste Schatten von ca. 3,64 m beschreibt die kalendarische Tage (365 Tage im Jahr).
 
Der Sonnenverlauf in Bild 1 stimmt nicht mit dem Anfang unseres Kalenderjahres überein. Weltweit sind mittlerweile über 80 verschiedene Kalendersysteme bekannt. Eines haben aber alle Kalendersysteme gemeinsam. Ursprünglich war es der Versuch, den jährlichen Umlauf der Erde um die Sonne irgendwie mit einer mathematischen Formel in Verbindung zu bringen. Oft wurde der Beginn eines Jahres frei von astronomischen Berechnungen festgelegt.
 
In unserem (Julianischen) Kalendersystem beginnt das Jahr am 1. Januar, festgelegt von Julius Cäsar. Nach der obigen Grafik könnte man auch den 21.12. als Starttag für den Begin eines neuen Jahres festlegen. In früheren Zeiten war der uns bekannte Frühlingsanfang ein beliebter Starttag.
 
Es wird deutlich, dass in prähistorischer Zeit diese Besonderheiten bei der Planung der Standortwahl eine herausragende Rolle gespielt haben.
 
Aber auch der Mondlauf wurde in prähistorischer Zeit beobachtet. Auch hier ergeben sich nach einer Auswertung eindeutige Zusammenhänge. Viele Kalendersysteme beziehen sich ausschließlich auf den Mondlauf.
 
 
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