Schallharte Oberflächen

 
Unter schallharten Oberflächen versteht man die Eigenschaft, Schall besonders gut reflektieren zu können
 
Die Oberflächen der Steine bestehen aus mehreren Schichten (verputzt). Einige der obersten Schichten sind sehr dünn aufgetragen und dienten hauptsächlich der Reflexion von Schall.
 
In der Königskammer der Cheops-Pyramide in Ägypten diente als schallharte Oberfläche sogenannter Rosenquarz. Die Königskammer ist der Verwitterung nicht ausgesetzt. Sie ist außerdem jünger als die Tempelanlagen auf Malta. Gelegentlich sind in der Oberfläche aus Rosenquarz Haar-Risse zu erkennen. In den Tempelanlagen auf Malta ist die Verwitterung sehr weit fortgeschritten. Hier lässt sich die Herstellung der Oberflächen, die aus verschiedenen Schichten besteht, sehr gut erkennen.
 
Im Folgenden sehen Sie eine Slideshow (27 Bilder) von den Übergängen der verwitterten Oberflächen aus verschiedenen Tempelanlagen.
 
Slideshow 1: diverse Aufnahmen (27)...
 
Wie Sie sehen, sind die Schichten im Laufe der Zeit unterschiedlich stark verwittert. Im Bodenbereich ist die Verwitterung am Stärksten vorhanden und nimmt nach oben hin ab. Auch bei der Restauration (Wiederaufstellung) gab es Verwechselungen bzgl. der Position und Lage der Steine.
 
Verzierungen in Form von punktförmigen Vertiefungen bewirken akustisch gesehen genau das Gegenteil einer Reflexion. Heutzutage werden in schallarmen Räumen Lochplatten eingesetzt, um Reflexionen (Echo's) zu unterdrücken. Die Schallrichtung wird dabei gebrochen.
 
Fazit:
 
Durch das vorliegende Bildmaterial ist eindeutig bewiesen, dass eine Steinverarbeitung in frühester Zeit nach akustischen Gesichtspunkten stattgefunden hat.
 
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