Die akust. Auswertung der Tempel von Malta
Die äußere Formgebung der Tempel ist nach ganz bestimmten Regeln erfolgt.

Alle Tempel auf Malta haben eine ähnliche Formgebung in der äußeren Form aufzuweisen. Am Eingang der Tempel ist sehr deutlich eine große Einbuchtung zu erkennen.


Bild 2: Tabellenverarbeitung für universelle Abmessungen von Parabolspiegeln und Auswertung/Anzeige des Brennpunktes

Ich kann mich hier nicht auf ein paar Meter Genauigkeit festlegen. Die Tempelanlagen sind sehr alt und es besteht eine große Messunsicherheit. Selbst wenn ich 20 Prozent Messunsicherheit annehme, so erhalte ich immer noch eine interessante Entfernung von 160 m bis 240 m, die weit vor dem Tempelbereich liegt.
Bild 3: Akustischer Brennpunkt von Mnajdra, Quelle: googleEarth

In entsprechender Entfernung vor dem Tempel sind deutlich Spuren von prähistorischen Bauwerken zu erkennen. Die rechteckige Form weist auf ehemalige Gebäude/Unterkünfte hin. Genau in diesem Bereich wird die Schallreflexion auf einen Punkt konzentriert. Die Ausrichtung der Tempelausgänge und die Richtcharakteristik der Tempelform sind nicht deckungsgleich. Die Parabolform ist etwas schräg zur Seite konstruiert. Damit wird ein Überschneiden verhindert.

Welche Funktion ist diesem äußeren Bereich zuzuschreiben?

War dieser Punkt ständig mit Personen besetzt?

Wurde hier womöglich ununterbrochen gelauscht?

In der Archäologie wurde kein Bezug zu diesen rechteckigen Formen hergestellt, da sie keiner göttlichen Funktion zuzuordnen waren. Sie existieren zwar, aber sie fanden keine Beachtung. Zumindest hätte man sie als Nebentempel bezeichnen können.

Auf dem Plateau vor den Tempelanlagen habe ich noch weitere ähnliche Konstruktionen in rechteckiger Bauweise erkannt. In googleEarth finden Sie in der Bildaufnahme vom 04.03.2006 ca. 100 weitere prähistorische Gebäudeabdrücke dieser alten Kultur. Hier ist eine ganze Besiedlung im Bereich der Tempel zu erkennen.

Ich habe großen Respekt gegenüber dem Wissen dieser alten Kultur. Sozial dürften Sie uns heutigen Menschen ähnlich gewesen sein. Das wird Sie jetzt verwundern, denn über das Sozialverhalten dieser alten Kultur haben Sie noch nie etwas gehört, aber hochgesteckte Haare und geschnittene Kleidung sprechen für sich ...

Der gesamte Tempelbereich von Mnajdra scheint in der Funktion umfangreicher gewesen zu sein, als es uns aktuell bewusst ist, bzw. wir uns vorstellen können.

Anmerkung:

Wie auf diesen Seiten immer wieder von mir betont wird, sprechen wir prähistorischen Bauwerken gerne etwas Göttliches zu. Daher der Begriff Tempelanlagen. Das gilt auch für die Pyramiden. Mit dem Begriff Tempelanlagen können wir uns anfreunden, da die wahre Funktion der Bauwerke uns Menschen bis heute verschlossen geblieben ist.

Ist dieser Einbuchtung eine Bedeutung zuzuschreiben oder sogar ein Geheimnis zu entlocken?

Die Tempel sind eine technische Konstruktion. Die konkave Form der Einbuchtung kann eine technische Bedeutung haben. Ich betrachte die Tempel wieder unter akustischen Gesichtspunkten. Jeder hat sich schon mal die Hand hinter das Ohr gehalten, um ein besseres Hörvermögen zu erreichen. Die konkave Form in der gesamten Tempelbreite stellt für den Schall eine gigantische Reflexionsfläche für ein Echo dar. Sie kennen ähnliche Konstruktionen aus der heutigen Zeit, wie z.B. die Satellitenschüssel auf dem Dach, oder etwas größer - die Konstruktion der Antennen für die Radio-Astronomie mit über 100m Durchmesser. Es handelt sich dabei um Parabolantennen. Von großem Interesse ist hier der Brennpunkt, d.h., das akustische Zentrum. Hier trifft der Schall der gesamten Reflexionsfläche auf einen gemeinsamen Punkt außerhalb der Parabolkonstruktion. Genau diesen Punkt will ich hier für die Tempelanlage Mnajdra berechnen.

Anhand meines Bildmaterials und Überprüfung vor Ort ergab sich eine ungefähre Breite der Parabolform von ca. 30 m bis 33 m. Ich lege einen möglichen Wert von 31,4 m (10 x Pi !) für die Berechnung fest. Für die Krümmung der Parabolform habe ich ca. 4 m ausgemessen. Die Parabolform ist mathematisch gesehen eine Parabel, oder anders ausgedrückt eine mathematische Funktion, also ein Polynom 2. Grades (f(x) = a * (x*x)). Diese Werte habe ich in einer Tabellenverarbeitung eingegeben. Es ergibt sich für den Brennpunkt eine errechnete Entfernung von 196 m.