Die Pyramiden von Guimar - Teil 2

 
Hier im zweiten Teil werde ich die mathematischen Beziehungen beschreiben, die zum Standort, bzw. der genialen Position der Pyramiden geführt haben.
 
Das Pyramidenfeld auf der Urlaubsinsel Teneriffa besteht aus 6 stufenförmig angelegten Pyramiden, die von Thor Heyerdahl erst im Jahre 1990 entdeckt und für die Nachwelt gerettet wurden. Diese archäologische Sensation fand in der Öffentlichkeit wenig Beachtung. Im Zuge des Tourismus wird heute dieses Pyramidenfeld gehegt und gepflegt.
 
Die Position dieser Pyramidenanlage auf der Erdkugel ist nach ganz bestimmten geometrischen Gesichtspunkten geplant worden. Es werden hier zwei geometrische Betrachtungen miteinander verglichen und in einem Verhältnis zueinander gesetzt. Die erste Betrachtung ist eine Winkelangabe, die zweite Betrachtung ist eine bestimmte Weglänge. Wenn diese beiden Betrachtungen in nur einem einzigen möglichen Zahlenwert gleich sind, ist die Position eindeutig bestimmt.
 
Zur Betrachtung des Winkels stellen Sie sich bitte folgendes Szenario vor: Sie stehen im Mittelpunkt der Erde und sehen vor sich den Äquator. Hier existiert noch kein Winkel. Erst wenn Sie den Kopf nach hinten in den Nacken legen, entsteht ein Winkel zum Nordpol der immer größer wird. Wenn Sie jetzt den Nordpol sehen, entspricht das einem Winkel von 90 Grad. Es können alle möglichen Werte von 0 Grad bis 90 Grad auftreten.
 
Zur Betrachtung der Weglänge wird der Erdumfang und die Entfernung zum Nordpol beleuchtet. Der größte Erdumfang ist am Äquator vorzufinden. Je nördlicher eine Position gewählt wird, je kleiner wird an dieser Stelle der Erdumfang. Auch der Weg zum Nordpol nimmt dabei ab.
 
Beide Betrachtungen zusammen ergeben folgende Aussage: Wenn der Winkel größer wird, nimmt die Entfernung ab.
 
Es kann nur einen einzigen Punkt auf der Erdkugel geben, in der die Zahl des Winkels gleich der Zahl der Weglänge ist. Genau auf diesem Breitengrad stehen die Pyramiden von Guimar.
 
 
Bild 1: Meine Skizze zur Verdeutlichung der Position der Pyramiden von Guimar.
 
Die Aussage 1 = 2 - 3 bedeutet nichts anderes, als dass der Weg von Guimar bis zum Nordpol von dem Erdumfang abgezogen wird. Das entspricht genau dem Wert des Winkels und kann nur ein einziges Mal auftreten. Damit ist diese Position auf der Erdkugel eindeutig bestimmt.
 
Nun rechnen wir das Ganze mal nach:
 
Das Pyramidenfeld ist ca. 280 m x 230 m groß. Als mittlere Koordinate des Pyramidenfeldes erhalte ich bei GoogleEarth den Wert des Breitengrades von N28°19'18".
 
In Dezimalgrad umgerechnet ergibt der Breitengrad 28,321667 Grad.
 
Das Pyramidenfeld liegt in Meereshöhe im Atlantischen Ozean. Der Erdradius wird an dieser Stelle mit 6361 Km festgelegt.
 
Der Erdumfang an dieser Stelle errechnet sich aus dem Durchmesser x Pi x cos(28,321667). Das ergibt exakt 35183,171 Km im Umfang. Von Guimar bis zum Nordpol wird von GoogleEarth eine Länge über den Boden von 6861,52 Km angegeben. Diesen Wert (6861,52 Km) ziehen wir nun ab (von 35183,171 Km) und erhalten 28321,651 Km.
 
Nun fragen Sie mich bitte nicht, wie ich auf diese Berechnung gekommen bin. Stellen Sie lieber die Frage, wie eine sehr alte Kultur dieses Wissen so präzise in einer Position umsetzen konnte.
 
Jetzt wird es noch fantastischer. In meinem Beitrag - Avebury und Inch - habe ich die Zusammenhänge zwischen dem Meter, dem englischen Yard und der Königselle, oder Royal Cubit, erklärt. Als Ergebnis zwischen den Beziehungen erhält man einen Wert von ca. 0,47.. Für den Dezimalgrad von 28,321667 erhalte ich als Sinus den Wert von 0,474...
 
Wollen Sie es noch fantastischer? Das mittlere Distanzverhältnis Erde-Sonne zu Venus-Sonne beträgt ca. 0,47... astronomische Einheiten.
 
Sind das alles nur zufällige Werte?
 
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