Gallarus Oratory

 
Bei diesem Gebäude soll es sich um eine kollektive Begräbnisstätte handeln, das manchmal auch als Beinhaus bezeichnet wird. Dieses Gebäude befindet sich in Ireland.
 
Bild 1: Gallarus Oratory - ein Kirchenbau (Kapelle) in Irland, Quelle: Internet
 
 
Bei dem folgenden Gebäude handelt es sich ebenfalls um eine prähistorische Grabanlage. Dieses Gebäude befindet sich jedoch auf der Insel Menorca im Mittelmeer.
 
Bild 2: Naveta de Tudon - gilt als das bedeutendste Bauwerk der menorquinischen Vorgeschichte.
Beide Gebäude sollen ungefähr gleich alt sein. Man schätzt das Alter um 1400 v. Chr. Allerdings stehen diese prähistorischen Gebäude ca. 1800 km Luftlinie (quer durch Europa) voneinander entfernt. Eigentlich eine Unmöglichkeit!
 
Wie Sie selbst erkennen können, ist entgegen der allg. gültigen Lehrmeinung ein Austausch von Wissen unterschiedlicher Kulturen zu dieser Zeit sehr wahrscheinlich gewesen.
 
Gemeinsam ist beiden Gebäuden die typisch schiffsförmige Form (das war der Hinweis!), die jedoch verkehrt herum gebaut wurde (Kraggewölbe). Es gibt mehrere dieser gleichartigen Konstruktionen in Irland und auf Menorca.
 
Bringen wir nun die Akustik ins Spiel und beschreiben eine mögliche technische Funktion:
 
Die Wandstärke weist eine ungewöhnliche Dicke von ca. 1 m auf. Sie ist luft- und lichtdicht in sehr exakter Bauausführung hergestellt. Es gibt nur eine Öffnung nach außen. Durch die luftdichte und damit auch lichtdichte Konstruktion kann Schall nicht nach außen dringen. Diese Konstruktion ist geeignet, um sehr starken Schall zu erzeugen, ähnlich der Funktion einer großen Pauke. Die Öffnungen könnten z.B. zur Aufnahme eines Spannrahmens (Tierhäute) gedient haben. Auch die seitlichen Sitzbänke im Inneren der Konstruktion könnten zu einer akustischen Funktion gehört haben. Sie geben Platz für einen Chor.
 
Die Schallausbreitung ist bei Gallarus Oratory nach Westen (Sonnenuntergang) und in diesem Fall auch zum Hafen hin ausgerichtet. Die tiefste Infraschall-Frequenz dieser Konstruktion lässt sich auf 6 Hz bis 7 Hz berechnen. Bei diesen Frequenzen ist eine enorme Schallausbreitung auf Wasser zu erwarten.
 
Ich vermute hier für die prähistorische Schifffahrt eine Art akustische Navigation.
 
Gegen eine akustische Navigation spricht hier in Irland der ständig von Westen her wehende Wind des Atlantiks auf die Küste zu. Dieser Gegenwind ist für eine Schallausbreitung schädlich. Daher habe ich mit Kartensoftware die Gegend näher untersucht und erst dadurch feststellen können, dass der Standort des Gebäudes in einer Senke liegt. Der Verlauf des Geländes ist bis zum Wasser hin leicht abschüssig. Hinter dem Gebäude ragt eine größere Anhöhe von ca. 160 m empor. Nur durch diesen Umstand befindet sich die Konstruktion im Windschatten und kann den Schall ungehindert erzeugen.
 
-----
 
Noch ein Wort über die Abmessungen im Inneren des Gebäudes. Es werden im Internet Abmessungen von 3,1 m x 4,65 m angegeben. Diese Maße stellen wieder etwas Besonderes dar. Ein Wert von 3,1 m liegt innerhalb der Messunsicherheit bei dem Wert von Pi x m. 4,65 m ist exakt das 1,5-fache von 3,1 m. Um diese Werte konstruieren zu können, muss das Meter zu dieser Zeit schon bekannt gewesen sein. Als Planmaß in Königsellen (KE) ergibt sich für den Innenraum ein Maß von 9 KE x 6 KE.
 
Im Vergleich dazu werden die inneren Abmessungen bei der Naveta de Tudon auf der Insel Menorca mit 7,25 m x 1,87 m angegeben. Wie Sie erkennen können, wird hier nicht das Meter in Verbindung mit Pi verwendet. Diese Maße passen nicht. Aber wie wäre es mit dem englischen Yard? Ein Yard wird mit 0,9144 m angegeben, das entspricht 3 Feet oder auch 36 Inch, wobei ein Inch 2,54 cm entspricht. Wenn wir nun 7,25 m durch 0,9144 m rechnen, so erhalten wir einen Teiler von 7,93, also ziemlich genau entspricht die Länge 8 Yard. Teilen wir 1,87 m durch das Yard, so erhalten wir einen Faktor von 2,04. Damit dürfte sich ein Planmaß für untere Kammer von 8 x 2 Yard ergeben.
 
Bitte bedenken Sie, dass diese beiden Gebäude ein Alter von ca. 3500 Jahre aufweisen!
 
 
(Nochmals zum Mitschreiben: Es ist noch nie in der Schifffahrt über eine akustische  Navigation berichtet worden! Nur Leuchtürme waren bisher bekannt.)
 
 
(Bitte beachten Sie das Copyright des Autors)