Die Zeiten der Schattenlänge

 
Unterschiedliche Tages- und Jahreszeiten ergeben unterschiedliche Schattenlängen.
 
Es muss bestimmte Schlüsseltage innerhalb eines Jahres geben, die einen direkten Vergleich mit der Länge des Schatten als Königselle erlauben. Auch an unterschiedlichen Standorten auf der Nordhalbkugel unserer Erde muss die Schattenlänge mit dem Maß der Königselle vergleichbar sein.
 
Uns sind 4 Schlüsseltage bekannt. Wir kennen den Frühlingsanfang, Sommeranfang, Herbstanfang und den Winteranfang. Wie Sie selbst erkennen können, handelt es sich hier um die Anfänge einer bestimmten Periode. Nach dem Sommeranfang kommt erst der Hochsommer, der dann mit dem Herbstanfang endet.
In der keltischen Kultur sind 4 weitere Schlüsseltage bekannt. Sie liegen exakt in der Mitte von Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Die keltischen Schlüsseltage lauten Imbolg (Anfang Februar), Beltane (Anfang Mai), Lughnasadh (Anfang August) und Samhain (Anfang November).
 
Wir haben diese keltischen Bräuche und Zeiten teilweise übernommen. Als Beispiel nenne ich hier Maria Lichtmess oder auch der Tag des Murmeltiers Anfang Februar, das Aufstellen des Maibaums bzw. das Osterfeuer oder auch die Walpurgisnacht Anfang Mai, das Erntedankfest Anfang August, Helloween bzw. Allerheiligen Anfang November.
   
Insgesamt kannten die Kelten 8 Schlüsseltage. Als Symbol ist es auch als Wagenrad mit 8 Speichen bekannt.
 
Die Anfangszeiten unser bekannten 4 Jahreszeiten lauten für 2016:
Frühling (20.03), Sommer (21.06.), Herbst (22.09), Winter (21.12)
Unsere 4 Jahreszeiten sind auf astronomischer Basis hergeleitet worden.
 
Die keltischen Feiertage haben wir in heutiger Zeit auf unsere Monatsanfänge gelegt:
Imbolg (01.02), Beltane (01.05.), Lughnasadh (01.08.), Samhain (01.11).
Für die exakten Werte können Sie einem Kalender zu Rate ziehen und die Tage zwischen unseren 4 Jahreszeiten abzählen und das Datum für die Mitte der keltischen Feiertage bestimmen. Natürlich steht es Ihnen auch frei, für die Berechnung eine Tabellenverarbeitung zu benutzen. Die keltischen Schlüsseltage für die 4 Zwischenzeiten lauten für 2016:
Imbolg (04.02.), Beltane (05.05.), Lughnasadh (06.08.), Samhain (05.11.).
 
Die Schlüsseltage für die Bestimmung der Sonnenauf- und Sonnenuntergänge sind jetzt bekannt. Der mittägliche Sonnenhöchststand dieser Schlüsseltage wird nun für die Berechnung der Schattenlänge verwendet.
 
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Jetzt muss noch die Messgenauigkeit betrachtet werden. Hoch präzise Messungen sind mit Steinsetzungen nicht möglich. Hier wird nicht auf den Bruchteil eine Grades genau gemessen. Ebenso sind zeitliche Ereignisse im Sekundenbereich irrelevant. Wenn wir die 365 Tage eines Jahres durch 8 Schlüsseltage teilen, erhalten wir einen Teiler von 46,6. Hier richtet sich nichts nach dem Sonnenauf- und Sonnenuntergang. Von Interesse ist nur die Position am Boden der auf- und untergehenden Sonne. Für die Bestimmung der Schattenlänge gilt der mittägliche Sonnenhöchststand.
 
Welche Messgenauigkeit kann erwartet werden? Bei Steinsetzungen ist die kleinste Einheit die einzelne Steinbreite. Das muss für die Beobachtungen in prähistorischer Zeit völlig ausgereicht haben. Verwertbare Ergebnisse müssen mit Steinsetzungen möglich gewesen sein. Die exakte Position eines Sonnenauf- und Sonnenunterganges kann mit einem Stein am Boden, bei einer Entfernung von ca. 15 m -20 m, markiert werden. Die tägliche Abweichung zur nächsten Steinsetzung scheint in prähistorischer Zeit ausreichend groß gewesen zu sein. Bei den Sonnenwenden verharrt die Sonne an der Position am Boden von bis zu 3 Tagen. Die Sonne kommt zum Stillstand (Solstice) und kehrt langsam ihre Richtung um.
 
Trotz dieser widrigen Umstände bzgl. der exakten Zeitteilung und der in prähistorischer Zeit benutzten Steinbreite, ist eine korrekte Längenbestimmung des Schatten an verschiedenen Standorten auf der Nordhalbkugel der Erde wünschenswert.
 
Jetzt denken Sie, dass die Auswertung im Ergebnis sehr ungenau wird.
 
Glauben Sie es mir, ganz im Gegenteil...
 
Ich lege die Messgenauigkeit, bzgl. der Schattenlänge, auf: kleiner +/- 1 cm fest.
 
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